FAZ 15.02.2026
02:07 Uhr

Bandenkriminalität: Acht abgetrennte Köpfe in Ecuador entdeckt


Erst im Januar waren an einem örtlichen Strand fünf Köpfe entdeckt worden. Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenkartellen haben Ecuador in das gewalttätigste Land Südamerikas verwandelt.

Bandenkriminalität: Acht abgetrennte Köpfe in Ecuador entdeckt

Grausamer Fund in Ecuador: In der Küstenprovinz Guayas sind acht abgetrennte Köpfe entdeckt worden. Nahe den Köpfen seien Zettel mit der Aufschrift „Stehlen verboten“ gefunden worden, sagte Polizeikommandeur Marcelo Castillo am Samstag. Hintergrund der Tat seien vermutlich Auseinandersetzungen zwischen „kriminellen Banden“. Erst im Januar waren an einem Strand in dem südamerikanischen Land fünf Köpfe entdeckt worden. Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenbanden haben Ecuador in das gewalttätigste Land Südamerikas verwandelt. Im vergangenen Jahr lag die Mordrate nach Angaben des Innenministeriums bei 54 pro 100.000 Einwohnern. Das entspricht einem Mord pro Stunde. Ecuador liegt zwischen den beiden weltgrößten Kokainproduzenten Kolumbien und Peru und hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Rund 70 Prozent des Kokains wird an Ecuadors Häfen am Pazifik umgeschlagen, Ziel sind zumeist die USA oder Europa. Im vergangenen Jahr wurden in Ecuador laut offiziellen Angaben 227 Tonnen Drogen beschlagnahmt.