Ein 63 Jahre alter Mann aus Reutlingen in Baden-Württemberg hat nach ersten Ermittlungen der Polizei vier Familienmitglieder und schließlich sich selbst getötet. Es handelt sich nach Auskunft der Polizei um eine deutsche Familie. Die Toten waren schon am Dienstag von der Kriminalpolizei in Reutlingen, Pfullingen und St. Johann aufgefunden worden. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen wurde zur Durchsuchung des Wohnhauses des Täters in Pfullingen eingesetzt. Bei den getöteten Familienmitgliedern handelt es sich um die 57 Jahre alte Ehefrau des Mannes, seine 60 Jahre alte Schwester sowie um zwei Söhne, die 27 und 29 Jahre alt waren. Zuerst war die getötete Schwester von einer Pflegekraft entdeckt worden. Der Täter soll Jäger gewesen sein. Ob er die Waffe legal besaß, wird derzeit noch ermittelt. Den Mann und seine Frau fanden die Polizisten in einem Wohnhaus in Pfullingen, die Söhne starben auf dem Firmengelände des Mannes in St. Johann, auch sie wurden erschossen. Die Polizei spricht von einem seltenen, sehr tragischen Fall. Die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen ermitteln deshalb wegen des Verdachts auf ein innerfamiliäres Tötungsdelikt mit anschließendem Suizid. Ein ähnlicher Fall hatte sich im Januar 2020 in Rot am See im Norden Baden-Württembergs ereignet: Damals hatte ein 27 Jahre alter Mann seine 56 Jahre alte Mutter, seinen 65 Jahre alten Vater, einen Halbbruder, eine Halbschwester sowie eine Tante und einen Onkel mit gezielten Kopfschüssen getötet. Der Täter hatte sich nach den Morden gestellt und war zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und der anschließenden Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt worden.
