FAZ 25.11.2025
23:28 Uhr

BVB nach 4:0-SIeg in CL: „Dann sind wir schwer zu schlagen“


Kuriose Treffer und umstrittene Entscheidungen fallen zugunsten der Dortmunder, die die Gelegenheit nutzen und mit dem Heimsieg einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase gehen.

BVB nach 4:0-SIeg in CL: „Dann sind wir schwer zu schlagen“

Die Minikrise überwunden, das große Ziel vor Augen: Borussia Dortmund glaubt nach dem am Ende überzeugenden 4:0-Erfolg über den FC Villarreal in der Champions League an die direkte Achtelfinal-Qualifikation. Das stellte Nationalspieler Nico Schlotterbeck im Anschluss bei Prime Video klar. „Es ist nicht leicht, weil du 16, 17 Punkte schon brauchst. Aber wir haben jetzt noch drei Spiele und zwei davon zu Hause. Ich bin der Meinung, wenn du beide zu Hause gewinnst, bist du durch“, erklärte der Verteidiger: „Wir haben jetzt auch vier Tore geschossen, so ein Torverhältnis kann am Schluss guttun.“ Mit zehn Punkten aus fünf Spielen steht der BVB in der 36er-Liga gut da. Die Nacht vor den ausstehenden Mittwochsspielen in der Königsklasse verbrachte die Borussia auf Rang vier der Tabelle. Die besten acht Teams erreichen nach dem achten Spieltag direkt das Achtelfinale und sparen sich den Umweg über die Zwischenrunde. Besonders die Heimstärke der Borussen macht dem 25-Jährigen Hoffnung. „Ich bin jetzt in meinem vierten Jahr in Dortmund – wir haben einmal in der Champions League zu Hause verloren, das war gegen Barca“, sagte Schlotterbeck: „Wenn das Flutlicht angeht und das Stadion brennt, dann sind wir schwer zu schlagen. Deswegen glaube ich, dass wir gegen Bodö/Glimt auch gewinnen können.“ In zwei Wochen steht gegen den norwegischen Meister das nächste wichtige Match an, zuvor warten in der Bundesliga und im DFB-Pokal zwei schwierige Duelle mit Bayer Leverkusen. „Das sind zwei enorm wichtige Spiele, weil wir dann wissen, wohin die Saison verläuft“, sagte Schlotterbeck über die Partien am Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) sowie kommenden Dienstag (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, bei Sky und in der ARD). Gegen Villarreal hatte sich der BVB endlich wieder auf seine Lebensversicherung Serhou Guirassy verlassen können. „Natürlich macht es Spaß, wieder zu treffen“, sagte der zuletzt strauchelnde Angreifer: „Das war wichtig für den Teamspirit vor den Spielen gegen Leverkusen.“ Mit einem Dribbling in den Strafraum hatte Karim Adeyemi kurz vor der Pause zum ersten Mal für etwas Aufregung vom dem spanischen Tor (45.) gesorgt. Wenig später war der Ball doch noch im Netz: Guirassy hatte ihn nach einer Ecke mit einem Kopfball dorthin befördert, der Videoassistent prüfte kurz ein mögliches Handspiel von Waldemar Anton in der Entstehung, hatte aber keine Einwände. Kurz nach der Pause legte Guirassy nach. Mit einem Handelfmeter scheiterte er zwar zunächst, war aber im Nachschuss erfolgreich (54.). Juan Foyth hatte den Ball auf der Torlinie mit dem Arm abgewehrt – nach Videobeweis sah der Villarreal-Verteidiger die Rote Karte (53.). Adeyemi, erstmals seit seiner Waffenbesitz-Affäre wieder in der Startelf, erhöhte auf 3:0 (58.). Fábio Silva schoss danach einen Foulelfmeter an die Latte (82.), ehe Daniel Svensson (90.+5) für den Schlusspunkt sorgte.