FAZ 28.01.2026
15:16 Uhr

BH-Girlande über Hollywood-„H“: Sydney Sweeney will noch mehr Aufmerksamkeit (und Geld)


Mit viel Haut erregt Schauspielerin Sydney Sweeney auf dem roten Teppich routiniert Aufmerksamkeit. Nun spannt sie für eine Guerilla-Werbeaction den Hollywood-Schriftzug ein. Das gefiel nicht jedem.

BH-Girlande über Hollywood-„H“: Sydney Sweeney will noch mehr Aufmerksamkeit (und Geld)

Eigentlich ist Sydney Sweeney bekannt für freizügige Auftritte. Als die Schauspielerin bei der Premiere des Thrillers „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ vor einigen Wochen in einem tief ausgeschnittenen weißen Neckholder-Kleid über den roten Teppich des TCL Chinese Theater in Hollywood lief, erinnerte sie an Marilyn Monroe. Mit viel Haut und gepushten Brüsten zog Sweeney alle Blicke auf sich. Bei einer Feier nach den Golden ­Globes gehörte die Achtundzwanzig­jährige einige Wochen später ebenfalls zu den Gästen, die am meisten an Stoff gespart hatten. Ihr Minikleid von ­Vivienne Westwood zeigte mehr, als es versteckte. Für das Cover der Zeitschrift „W“ zog Sweeney schließlich ganz blank. Auf der ­Ja­nuar-Ausgabe ist sie hüllenlos zu sehen, mit Gold bemalt. Umso mehr erstaunt jetzt ein Video in den sozialen Medien, das Sweeney ­un­gewohnt gut eingepackt in Jeans, Hoodie und Kappe zeigt. Der Grund für die plötzliche Vermummung ist der Drehort. Die zum Teil verwackelten ­Bilder wurden nachts am berühmten Hollywood-Schriftzug in Los Angeles gedreht, der durch Zäune vor Besuchern geschützt wird. Dass Sweeney und ihre dunkel gekleideten Begleiter nicht nur an dem Wahrzeichen der kalifornischen Filmbranche drehten, sondern auch das etwa 14 Meter hohe „H“ mit einer Girlande aus Büstenhaltern behängten, droht der Schauspielerin jetzt eine Strafanzeige einzubringen. Wie die Handelskammer von Hollywood als Eigentümer des Schriftzugs nach der Veröffentlichung der Aufnahmen mitteilte, hat Sweeney es versäumt, eine Drehgenehmigung einzuholen. „Wir haben nicht einmal von der Aktion gewusst“, sagte Steve Nissen, der Leiter der Chamber of Commerce, der „Los Angeles Times“. Wie in Los Angeles erzählt wird, wollte die als ­geschäftstüchtig bekannte Sweeney mit der vermeintlichen Eroberung des ­Hollywood-Schriftzugs ihr Un­ter­wäschelabel bewerben. Nach einer Karriere als Kinderstar, erwachsenen Rollen in „Euphoria“, „Madame Web“ und „Christy“ sowie der umstrittenen Werbekampagne für eine amerikanische Jeansmarke soll sich die Marke Syrn zur nächsten Einnahmequelle der Achtundzwanzigjährigen entwickeln. Dass sie dabei für die Kamera auf den legendären Buchstaben des Hollywood-Schriftzugs herumklettert, fanden nicht alle spaßig. Laut dem kalifornischen Klatschportal TMZ leitete die Handelskammer inzwischen Ermittlungen ein. Ob sie Anzeige wegen Landfriedensbruchs und Vandalismus gegen Sweeney und ihre Entourage erstattet, blieb bis Mittwoch aber offen. Viele Angelenos erinnert Sweeneys Stunt an das Jahr 2017. Nach der Legalisierung von Marihuana in Kalifornien hatte der Künstler Zach Fernandez aus „Hollywood“ über Nacht „Hollyweed“ werden lassen. Die Strafe ließ nicht lange auf sich warten. Ein kalifornisches Gericht verurteilte Fernandez damals angeblich zu einer Summe in unbekannter Höhe und zu ­ Sozialstunden.