Noch vor Beginn der offiziellen Zeremonie sind am Sonntag in Los Angeles die Gewinner der ersten Grammys verkündet worden. Der wichtigste Musikpreis der Welt ging dabei unter anderem in der Kategorie Beste Dance-Pop-Aufnahme an Lady Gaga für ihren Elektropop-Hit „Abracadabra“. Die Sängerin ist in insgesamt sieben Kategorien für einen Grammy nominiert. Und der Dalai Lama hat seinen ersten Grammy gewonnen – für seine Erzählstimme. Er setzte sich mit dem Hörbuch „Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama“ durch. Die Kategorie, in der der Dalai Lama gewann, war „Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling“. Der Dalai Lama selbst war nicht anwesend, um die Auszeichnung in Los Angeles entgegenzunehmen. Stellvertretend tat dies Songwriter und Komponist Rufus Wainwright. Die britische Sängerin Olivia Dean hat den Grammy als beste Nachwuchskünstlerin gewonnen. Die 26-Jährige setzte sich in der Kategorie gegen Künstler und Bands wie Leon Thomas, Alex Warren, Lola Young, Addison Rae und Katseye durch. „Danke“, sagte die Sängerin mit Tränen in den Augen bei ihrer Dankesrede bei der Gala in Los Angeles. „Ich hätte nie wirklich gedacht, dass ich hier oben sein würde.“ Danach kritisierte Dean indirekt die aggressive Verschärfung der US-Einwanderungspolitik durch die Regierung von Präsident Donald Trump. Einer ihrer Großeltern sei auch Einwanderer gewesen, sagte Dean. „Ich bin das Produkt von Mut und diese Menschen verdienen es, gefeiert zu werden. Wir sind nichts ohne einander.“ Der aus Puerto Rico stammende US-Rapper Bad Bunny hat mit „DeBÍ TiRAR MáS FOToS“ den Grammy für das beste Album gewonnen. Es ist das erste Album komplett auf Spanisch, das diese Auszeichnung bekommt. Erstmals in der Geschichte der Grammys ist ein K-Pop-Song mit einem der goldenen Grammophone ausgezeichnet worden. Der Song „Golden“ aus dem Netflix-Erfolgsfilm „KPop Demon Hunters“ bekam die Ehrung als bester für visuelle Medien geschriebener Song, wie die Veranstalter mitteilten.
