Den Ludwig-Börne-Preis erhält in diesem Jahr der Historiker Christopher Clark. Das hat der vom Vorstand der Ludwig-Börne-Stiftung gewählte Preisrichter Reinhard Müller entschieden. In seiner Begründung schreibt der Ressortleiter der F.A.Z. für Zeitgeschehen sowie für Staat und Recht: „Christopher Clark ist ein mitreißender Erzähler von Geschichte, der uns unbefangen erklärt, wie wir wurden, was wir sind. Und was aus uns werden kann. Er hat einem breiten Publikum neue Perspektiven auf das Taumeln in einen Weltkrieg und auf die europäischen Revolutionen eröffnet.“ Der 1960 in Sydney geborene und in Cambridge lehrende Clark ist in Deutschland unter anderem mit einer Biographie Kaiser Wilhelm II., einer Geschichte Preußens und einer Monographie zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs („Die Schlafwandler“, 2013) bekannt geworden. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 10. Mai um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Zu den bisherigen Preisträgern zählten unter anderem Dan Diner, Daniel Kehlmann, Rudolf Augstein, Marcel Reich-Ranicki und Jürgen Kaube.
