FAZ 25.02.2026
12:02 Uhr

Australien: Zwei Festnahmen nach offenbar irrtümlicher Verschleppung – Mann tot aufgefunden


Er wurde von den mutmaßlichen Tätern wohl verwechselt: Der 85 Jahre alte Mann, der in Sydney verschleppt worden war, ist tot. Die Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen.

Australien: Zwei Festnahmen nach offenbar irrtümlicher Verschleppung – Mann tot aufgefunden

Nach dem Tod eines offenbar auf Grundlage einer Verwechslung entführten 85-jährigen Australiers hat die Polizei zwei Verdächtige gefasst. Ein 24-Jähriger und ein 29-Jähriger seien am Mittwoch in den Morgenstunden in Vororten der Metropole Sydney festgenommen worden, erklärte die Polizei des Bundesstaats New South Wales. Der für Raubüberfälle und Schwerverbrechen zuständige Polizei-Abteilungsleiter Andrew Marks sagte, den beiden würden Straftaten im Zusammenhang mit der „Entführung und der Tötung“ des Mannes zur Last gelegt. Verstümmelte Leiche gefunden Am Dienstag hatten Polizisten anderthalb Wochen nach der Entführung des 85-jährigen Witwers und Großvaters Chris Baghsarian ihm zugeordnete sterblichen Überreste in der Nähe eines Golfclubs in Pitt Town nordwestlich von Sydney entdeckt. Polizei-Abteilungsleiter Marks hatte von einem „skrupellosen“ Vorgehen der Entführer gegen einen „unschuldigen Mann“ gesprochen. Die Familie des Opfers sei „zutiefst bestürzt“. Australischen Medien zufolge belegten Videos und Fotos, dass dem Entführungsopfer schwere Verletzungen zugefügt worden waren. Unter anderem sei ihm ein Finger abgetrennt worden. Polizei ist sich sicher, „dass sie die falsche Person haben“ Drei Eindringlinge hatten den allein lebenden Baghsarian am frühen Morgen des 13. Februar aus seinem Haus in Ryde, einem nördlichen Vorort von Sydney, verschleppt. Ein paar Tage später rief Marks die Entführer öffentlich auf, den auf Medikamente angewiesenen alten Mann freizulassen. „Ich bin hundertprozentig sicher, dass sie die falsche Person haben“, sagte Marks damals. Den Ermittlungen zufolge wollten die Kidnapper eigentlich einen mit einem kriminellen Netzwerk in Verbindung stehenden Mann entführen, wie australische Medien berichteten. Baghsarian und seine Familie hätten allerdings keinerlei Verbindungen zur Unterwelt, hatte Marks in seinem Appell an die Entführer betont.