FAZ 05.06.2026
22:08 Uhr

Anti-Doping-Bestimmungen: DFB-Spielerin Freigang droht lange Sperre


Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang soll mehrfach gegen Aufenthaltsbestimmungen des Anti-Doping-Gesetzes verstoßen haben. Im schlimmsten Fall droht ihr eine empfindliche Strafe.

Anti-Doping-Bestimmungen: DFB-Spielerin Freigang droht lange Sperre

Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang droht wegen drei verpasster Dopingtests eine lange Sperre. Wie die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) mitteilte, habe die Nationalspielerin gegen die Aufenthaltsbestimmungen des Anti-Doping-Gesetzes verstoßen. Innerhalb von zwölf Monaten soll die 28 Jahre alte Stürmerin von Eintracht Frankfurt dreimal für eine Kontrolle nicht an dem von ihr angegebenen Ort gewesen sein. Diese sogenannten Strikes sind ein Verstoß gegen die Meldepflicht, der laut NADA in der Regel zu einer Sperre von zwei Jahren führt. Unter Dopingverdacht steht Freigang nicht. Laut Medien sollen alle bisherigen Proben negativ ausgefallen sein. Hat Freigang eine Erklärung? Die NADA leitete den Fall an den Deutschen Fußball-Bund weiter. Sollte der DFB ebenfalls einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen feststellen, landet der Fall vor dem Kontrollausschuss und Sportgericht. Dort kann Freigang die Umstände erklären und die Verstöße überprüfen lassen. Ein Strike kann auch wieder aufgehoben werden. Im schlimmsten Fall aber droht ihr für ihre Nachlässigkeit eine empfindliche Strafe. Für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen am Freitag in Köln sowie am darauffolgenden Dienstag in Slowenien verzichtete Bundestrainer Christian Wück überraschend auf eine Nominierung Freigangs. Das soll aber nicht mit den möglichen Verstößen gegen die Anti-Doping-Auflagen zusammenhängen.