FAZ 19.01.2026
09:35 Uhr

„American Idiot“: Punkrockband Green Day eröffnet Super-Bowl-Show


Der geplante Auftritt des puerto-ricanischen Rappers Bad Bunny beim Super Bowl sorgte bereits für Kritik von Donald Trump. Der Eröffnungsact dürfte ihm auch nicht gefallen.

„American Idiot“: Punkrockband Green Day eröffnet Super-Bowl-Show

Die US-Punkrockband Green Day tritt beim diesjährigen Superbowl auf. Die drei Musiker um Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong sollen die Eröffnungszeremonie am 8. Februar in Santa Clara im Bundesstaat Kalifornien bestreiten, wie die National Football League (NFL) auch auf Instagram verkündete. Bei dem NFL-Finale handelt es sich um eines der größten Livesport-Events weltweit. Ihr Album „Dookie“ bescherte der kalifornischen Band 1994 den internationalen Durchbruch. Mit „American Idiot“ holte das Trio 2004 den Grammy für das beste Rockalbum. 2024 brachten sie mit „Saviors“ ihr 14. Studioalbum heraus – mit der Hit-Single „The American Dream Is Killing Me“. Kontroverse um Auftritt von Bad Bunny In der Halbzeit-Show soll der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny auftreten. Er wird der erste Künstler sein, der die komplette Halbzeit-Show des meistgesehenen TV-Ereignisses der USA auf Spanisch performt. Die bereits im Herbst verkündete Entscheidung löste eine hitzige Debatte in den USA aus. Konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen kritisieren die Wahl als „politisches Statement“ und fordern eine „All-American“-Alternative. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Entscheidung der NFL als „lächerlich“. Bad Bunny hatte zuvor Kritik an Abschiebungen und Razzien geübt und angekündigt, aus Sorge vor ICE-Einsätzen im Rahmen seiner Welttournee vorerst keine Konzerte in den USA zu spielen. Der 31 Jahre alte Musiker zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart. Auch an Green Day dürfte Trump wenig Freude haben: Die Band äußerte sich in der Vergangenheit immer wieder politisch und kritisierte dabei auch US-Präsident Donald Trump, dessen Unterstützer sowie die MAGA-Bewegung. So änderte Frontmann Billie Joe Armstrong etwa bei einem Auftritt bei „Dick Clark’s New Year’s Rockin’ Eve“ zum Jahreswechsel 2023/2024 eine Zeile des Songs „American Idiot“: Statt „I’m not part of a redneck agenda“ sang er „I’m not a part of the MAGA agenda“. Ein Jahr später traf es Trumps engen Unterstützer Elon Musk mit „I’m not part of an Elon agenda“. Der bereits im Jahr 2004 veröffentlichte Song war ursprünglich als Kritik am damaligen US-Präsidenten George W. Bush gedeutet worden.