FAZ 01.03.2026
12:38 Uhr

Ärger in Leverkusen: „Wo ist der Blödmann?“


Der Leverkusener Geschäftsführer Fernando Carro kritisiert die Leistung der Werkself und fordert: „Aufwachen!“. Den Schiedsrichter Tobias Stieler verunglimpft er nach dem 1:1 gegen Mainz sogar.

Ärger in Leverkusen: „Wo ist der Blödmann?“

Fernando Carro machte nach dem 1:1 gegen den FSV Mainz 05 eine klare Ansage in der Kabine von Bayer Leverkusen. „Ich habe den Spielern auf Spanisch gesagt: ‚Ihr müsst aufwachen’ “, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligaklubs sichtlich frustriert. „Ich glaube, dass wir keine gute Leistung gezeigt haben, besonders in der ersten Hälfte.“ Der Ärger des Werkself-Chefs richtete sich nicht nur gegen die eigene Mannschaft. Auch Schiedsrichter Tobias Stieler geriet ins Visier. „Wo ist der Stieler, der Blödmann?“, schimpfte Carro, während er sich in Richtung der Kabine des Unparteiischen aufmachte. „Beidseitiges Ringen“ kein Grund zum Eingreifen Auslöser war eine Szene in der 67. Minute: Nach einer Ecke sah Carro im Strafraum ein Foul an einem Bayer-Spieler, aus dem Mainz den Konter zum 1:0 einleitete. „Ein Mainzer zieht ihn runter. Für mich ist das ein klarer Elfer“, so Carro. „Ich habe den Schiri gefragt: Warum hat der Videoassistent nicht eingegriffen? Die Antwort: Der Videoassistent meinte, es sei eine 50:50-Situation, beidseitiges Ringen. Ich habe es anders gesehen.“ Auch Bayer-Trainer Kasper Hjulmand hatte dazu eine klare Meinung. „Wenn das kein klarer Elfmeter ist, dann kenne ich die Regeln nicht. Dann muss mir das jemand erklären. Wir haben den VAR – es ist für mich unfassbar“, sagte der Däne.