Alles ganz normal. Findet Niko Kovač. Wer wird schon gerne ausgewechselt? Serhou Guirassy jedenfalls nicht. Pfefferte also seine Handschuhe weg und stapfte wütend an seinem Trainer vorbei, der Dortmunder Stürmer. Ohne den „obligatorischen Handschlag“ wohlgemerkt. Und wie immer, wenn der „obligatorische Handschlag“ ausbleibt, folgt darauf die obligatorische Diskussion, was daraus abzuleiten ist. Gibt es ein Zerwürfnis zwischen Trainer und Torjäger? Wird Guirassy seinen Vertrag beim BVB womöglich deshalb nicht verlängern? Muss der Stürmer jetzt bestraft werden? Dürfe man „nicht hochstilisieren“, sagte Kovač, der seinen Spieler nach dem Schlusspfiff wieder in den Arm nahm. „Ein Herz und eine Seele“ sei man. „Alles wieder gut.“ Guirassy war eben einen Moment lang so aufgebracht, dass er zu bockig war zum Händeschütteln. Weil er nicht mehr mitmachen durfte beim Ballspielen, obwohl er gerne wollte. Das Verhaltensmuster kennt man. Von unzähligen anderen Fußballprofis. Und natürlich von Kindern. Alles ganz normal also. Moment. Wirklich?
