Der SC Paderborn hat sich zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz der zweiten Fußball-Bundesliga vorgeschoben und dem Karlsruher SC den nächsten Rückschlag verpasst. Die Badener unterlagen den Ostwestfalen mit 0:4 (0:0) und kassierten bereits die fünfte Niederlage nacheinander. Laurin Curda traf in der 65. und 71. Minute für Paderborn, Raphael Obermair (78.) und Tjark Scheller (87.) erhöhten. Beim KSC sahen Fabian Schleusener (53.) und Marcel Franke (83.) vor 28.166 Zuschauern jeweils Gelb-Rot. Für die Karlsruher war es der nächste Tiefpunkt in einer schwierigen Woche. Die überraschende Trennung vom langjährigen Ko-Trainer Zlatan Bajramovic hatte zuletzt für Aufsehen und Unruhe innerhalb der Mannschaft gesorgt. Zumindest an Chefcoach Christian Eichner wollen die KSC-Bosse aber nicht rütteln. „Ich habe vor dem Spiel schon gesagt, dass Eiche bei uns nicht infrage gestellt war, nie infrage gestellt war“, sagte Sportgeschäftsführer Mario Eggimann. „Das ist nach dem Spiel auch nicht anders.“ Der 1. FC Kaiserslautern ließ abermals Punkte im Aufstiegskampf liegen. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht kam bei Abstiegskandidat Arminia Bielefeld nicht über ein 0:0 hinaus. Während Bielefeld immerhin eine Serie von zuletzt drei Niederlagen nacheinander beenden konnte, gewann Kaiserslautern im achten Auswärtsspiel dieser Saison zum insgesamt sechsten Mal nicht. Es war lange Zeit ein Geduldsspiel, zwei gut organisierte Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend und scheuten das Risiko. Bis auf zwei aberkannte Tore hatten Strafraumszenen Seltenheitswert. Mitte der zweiten Hälfte agierten die Bielefelder offensiver und hatten durch den Lattentreffer von Stefano Russo (60.) bei einem Distanzschuss und einem Kopfball von Joel Felix (85.) die besten Chancen des Spiels. Die Pfälzer warteten hingegen die meiste Zeit auf Konter: Doch wenn sich den Gästen die Möglichkeit bot, dauerte das Umschaltspiel zu lange. Der 1. FC Magdeburg unterdessen verließ den letzten Tabellenplatz erstmals seit dem sechsten Spieltag wieder. Die Magdeburger vergaben allerdings in der Nachspielzeit den sicher geglaubten Sieg gegen Holstein Kiel. So trennten sich beide Teams 3:3 (2:1). David Zec brachte die Norddeutschen in der 43. Minute per Foulelfmeter in Führung und glich dann per Handelfmeter (68.) aus. Noah Pesch (45.+1) und Baris Atik (45.+3) drehten vor 26.497 Zuschauern zwischenzeitlich das Spiel. Den dritten Elfmeter dieser Partie verwandelte dann für den FCM Mateusz Zukowski (83.), ehe Steven Skrzybski (90.+2) sehenswert für Kiel das Remis rettete.
