FAZ 07.03.2026
17:42 Uhr

1:2 gegen HSV: Wolfsburg sucht die Notbremse


Im Elfmeterschießen gegen den HSV unterliegt Wolfsburg mit 1:2. Trainer Bauer muss um seinen Job bangen. Der VfL steht vor dem ersten Abstieg seiner Bundesliga-Geschichte.

1:2 gegen HSV: Wolfsburg sucht die Notbremse

Trainer Daniel Bauer steht nach dem nächsten Rückschlag mit dem VfL Wolfsburg vor dem Aus. Gegen den Hamburger SV verlor der schwer kriselnde Fußball-Bundesligaklub am Samstag trotz Führung mit 1:2 (1:1). Während der VfL in der Tabelle weiterhin auf Abstiegsrang 17 feststeckt, muss Bauer nach nur knapp vier Monaten im Amt die Ablösung fürchten. Hamburgs Luka Vušković (33./Foulelfmeter nach Videobeweis) und Jean-Luc Dompé (58./Foulelfmeter) brachten Wolfsburg die nächste Pleite bei, für den VfL traf Christian Eriksen (22./Foulelfmeter). Wolfsburg steht nun bei nur einem Sieg aus den vergangenen elf Partien und zittert vor dem ersten Abstieg seiner Bundesliga-Geschichte. Vor dem Spiel hatte unter anderem die Wolfsburger Allgemeine Zeitung über eine mögliche Trennung von Bauer, der erst im November Paul Simonis ersetzt hatte, für den Fall einer weiteren Niederlage berichtet. Auch hatte das Blatt zuletzt Dieter Hecking, Friedhelm Funkel und Thomas Reis als mögliche Nachfolger gehandelt. Es sei kein Endspiel für ihn, sondern ein „Sechs-Punkte-Spiel“ für den Verein, hatte Bauer im Vorfeld gesagt, ehe er die VfL-Fans zur tatkräftigen Unterstützung animierte, um den HSV-Anhängern Paroli zu bieten. In der Volkswagen Arena am Samstag belegten die Hamburger Fans tatsächlich weit mehr als die 3000 Auswärtsplätze, schon vor Anpfiff machten beide Kurven ordentlich Stimmung. Davon ließen sich die Gastgeber zu Beginn tragen. Hatte Bauer noch prophezeit, es werde keinen „Champagnerfußball“ geben, zeigte sich sein Team im Vergleich zum 0:4 beim VfB Stuttgart aus der Vorwoche durchaus verbessert. Bauers neu formierte Fünferkette verteidigte die Hamburger Bemühungen in der Anfangsphase gut weg, selbst setzte der VfL immer wieder Nadelstiche. Dženan Pejčinović (14.) prüfte Torwart Daniel Heuer Fernandes, den Abpraller konnte Jesper Lindström nicht verwerten. Die Wolfsburger setzten nun nach. Jan Bürger prüfte Heuer Fernandes aus der Ferne, ehe Hamburgs Daniel Elfadli bei einem Klärungsversuch Yannick Gerhardt am Kopf traf. Den fälligen Elfmeter verwandelte Eriksen sicher. Drei Elfmeter, drei Treffer Und der nächste sollte in einer intensiven Bundesliga-Partie bald folgen. Schiedsrichter Florian Exner entschied nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß, nachdem Wolfsburgs Moritz Jenz Vušković bei einem Freistoß gefoult hatte. Der Kroate trat selbst zum Elfmeter an, profitierte jedoch davon, dass Keeper Kamil Grabara den Ball durch die Hände rutschen ließ. Besser machte es der Pole, als er einen Freistoß von Dompé (35.) gut parierte. Der HSV kam vor der Pause stärker auf. Unmittelbar nach der Halbzeit verhinderte Heuer Fernandes (47.) im Getümmel im Strafraum die Wolfsburger Führung. In einem zähen Spiel taten sich beide Mannschaften nun schwer. Wolfsburgs Winterneuzugang Jonas Adjetey brachte jedoch sein Team bei seinem Startelfdebüt ins Hintertreffen, indem er Vušković im Strafraum klar und deutlich festhielt. Dompé versenkte den dritten Strafstoß der Partie eiskalt. Wolfsburg hatte keine Antwort mehr.