FAZ 26.11.2025
13:23 Uhr

0:3 bei Chelsea: „Eine dunkle Nacht“ für Flick und den FC Barcelona


Der FC Barcelona erlebt in der Champions League einen „harten Realitätsschock“. Die spanische Presse und Verteidiger Eric García finden deutliche Worte. Trainer Hansi Flick steht mehr denn je unter Druck.

0:3 bei Chelsea: „Eine dunkle Nacht“ für Flick und den FC Barcelona

Ein „schrecklicher Abend“, „unverzeihliche Fehler“ und „eine dunkle Nacht“ – die spanische Presse fasste Hansi Flicks empfindlich abgewatschten FC Barcelona alles andere als zimperlich an. Die ernüchternde 0:3-Niederlage beim FC Chelsea setzt die Katalanen spürbar unter Zugzwang. „Ich kann versprechen: Wir werden ein anderes Barcelona sehen“, sagte Flick und versuchte am Ende einer verkorksten Dienstreise an die Londoner Stamford Bridge schnell wieder Optimismus zu verbreiten. Die Momentaufnahme mit nur sieben Punkten aus fünf Spielen in der Champions League und einem wachsenden Abstand zur Spitze ist für den Branchenriesen aber alles andere als schmeichelhaft. Von einem „harten Realitätsschock“ schrieb die spanische Zeitung „Sport“. Der englische Tabellenzweite Chelsea sei „in Sachen Tempo und Präzision weit überlegen“ gewesen. Laut der „Marca“ hat Barça nun „keinen Spielraum mehr für Fehler“. Spätestens nach der Gelb-Roten Karte gegen den plump einsteigenden Ronald Araujo (44. Minute) hatte der spanische Meister einen enorm schweren Stand bei aufgedrehten Blues. „Ich muss mit ihm sprechen und mir die Videos nochmal anschauen“, sagte Flick. Jules Koundé (27.) hatte die furios auftrumpfende Chelsea-Elf mit einem kuriosen Eigentor in Führung gebracht. In der zweiten Hälfte trafen der 18 Jahre alte Esteve (55.) sowie Liam Delap (73.) und sorgten für Frust bei den „Blaugrana“. „Was für ein beschissener Abend“, sagte Verteidiger Eric García entsprechend angefressen: „In solchen Spielen muss man konkurrenzfähiger sein. So ist es unmöglich, zu gewinnen.“ Erstmals seit 22 Champions-League-Partien blieb Barça ohne eigenen Treffer. „Natürlich hat sich mit dem Platzverweis alles verändert“, sagte Flick, aber: „Ich habe auch viele positive Dinge gesehen. An den anderen Sachen müssen wir arbeiten.“ In der Königsklasse ist die Marge für Fehltritte nun aber aufgebraucht, schon gegen Eintracht Frankfurt muss Barcelona im umfangreich renovierten Camp Nou am 9. Dezember (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Prime) liefern. „Es wird jetzt sehr schwierig, unter die ersten acht Mannschaften zu kommen“, sagte Flick: „Aber alles ist möglich.“