Krisenklub Eintracht Frankfurt hat sich auf der Zielgeraden der Trainersuche mit einer Niederlage aus der Champions League verabschiedet. Die Eintracht verlor an dem für sie sportlich bedeutungslosen letzten Spieltag der Ligaphase gegen Tottenham Hotspur 0:2 (0:0). Ausgerechnet der frühere Frankfurter Randal Kolo Muani leitete die Niederlage des Fußball-Bundesligavereins mit seinem Treffer in der 47. Minute ein. Der 27-Jährige hatte die Eintracht im Sommer 2023 nach einem Trainingsstreik Richtung Paris Saint-Germain verlassen und wurde von den Eintracht-Anhängern konsequent ausgepfiffen. Er verzichtete vor 58.000 Zuschauern aber auf eine große Jubelpose. Das 2:0 erzielte der eingewechselte Dominic Solanke (77.). Albert Riera heißester Kandidat bei Eintracht Frankfurt Während Tottenham mit dem Sieg den direkten Einzug ins Achtelfinale perfekt machte, hatten die Hessen schon vor Anpfiff mit nur vier Punkten keine Chance mehr auf das Weiterkommen in die K.-o.-Phase. Stattdessen steht weiterhin die Trainersuche bei der Eintracht im Fokus. Als heißester Kandidat wird der Spanier Albert Riera gehandelt, der derzeit noch den slowenischen Klub NK Celje trainiert und dort einen Vertrag bis Sommer 2028 besitzt. Der 43-Jährige steht aber noch nicht an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) im Spiel gegen Bayer Leverkusen an der Seitenlinie. „Das bestehende Trainerteam wird auch gegen Bayer Leverkusen auf der Bank sitzen“, sagte Sportvorstand Markus Krösche. Deshalb könnte der letzte Auftritt der Frankfurter in dieser Champions-League-Saison auch das letzte Spiel für das Interimsduo Dennis Schmitt und Alexander Meier gewesen sein. Die beiden hatten vor eineinhalb Wochen nach der Trennung von Chefcoach Dino Toppmöller übernommen. „Wir sind noch weiter dran am Arbeiten, es gibt momentan keinen neuen Stand, es gibt nichts zu verkünden, nichts zu vermelden. Solange das so ist, bleiben wir in der momentanen Aufstellung, auch was das Trainerteam betrifft“, sagte Sportdirektor Timmo Hardung in einem Vereinsinterview kurz vor Spielbeginn. Im Duell mit Tottenham mussten die Hausherren auf Offensiv-Juwel Can Uzun wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel verzichten. Bei den Spurs standen neben Kolo Muani auch Bayern Münchens Leihgabe João Palhinha sowie der frühere Leipziger Xavi Simons in der Startelf. Schon in der zweiten Minute zappelte der Ball erstmals im Frankfurter Netz. Einen Angriff über Kolo Muani vollendete Simons. Aufgrund einer Abseitsposition im Vorfeld wurde das Tor aber nicht anerkannt. Der Eintracht war die Verunsicherung nach den vergangenen Wochen anzumerken. Die Mannschaft spielte extrem passiv und leistete sich immer wieder leichtfertige Fehlpässe. In der 28. Minute waren die Frankfurter im Glück, als ein Distanzschuss von Wilson Odobert an den Pfosten klatschte. Kurz darauf hätte Eintracht-Keeper Kauã Santos mit einem Fehlpass im eigenen Strafraum beinahe den Rückstand eingeleitet. Der Brasilianer machte den Fauxpas mit einer starken Parade gegen Simons wieder gut (30.). Die beste Eintracht-Chance in der ersten Hälfte hatte Hugo Larsson: Der Schwede traf mit einem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (44.). Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte Kolo Muani für die verdiente Führung der Gäste, nachdem die Zuordnung in der Frankfurter Abwehr nicht gestimmt hatte. Im Anschluss bemühte sich die Eintracht zwar um den Ausgleich, doch zu einem Treffer kam der Tabellenachte der Bundesliga nicht mehr. Stattdessen erzielte Solanke noch das 2:0 für die Spurs.
