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05.02.2026
18:37 Uhr
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So blind muss man schon sein wollen: Die Enthüllungen über die Netzwerke des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sorgen für Unruhe und Rücktritte in der Kunstwelt – und decken eins ihrer grundlegenden Probleme auf.

Die Erklärungen gleichen sich bis aufs Wort: Man habe Herrn Epstein eigentlich gar nicht gekannt, war nur einmal mit ihm essen, sei völlig schockiert gewesen, als man von seinen Verbrechen erfuhr. Seit das US-Justizministerium weitere Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht hat – gut zweitausend Videos, drei Millionen Seiten Dokumente und 180.000 Bilder –, hagelt es geradezu Erklärungen, Unschuldsbeteuerungen und Rücktritte von Personen aus dem Kunstbetrieb.
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Redakteur im Feuilleton / Frankfurter Allgemeine Quarterly.
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