FAZ 10.09.2026
06:50 Uhr

(+) gipfel in NEu Delhi: Russland bleibt die Zapfsäule des BRICS-Blocks


An diesem Wochenende treffen sich in Neu Delhi die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten. Diese repräsentieren mittlerweile nicht nur knapp die Hälfte der Weltbevölkerung – sie stehen auch für einen großen Teil der Öl- und Gasproduktion. Deren Absatzmärkte bleiben umstritten.

(+) gipfel in NEu Delhi: Russland bleibt die Zapfsäule des BRICS-Blocks

Nachdem sich die Ölpreise zeitweise etwas entspannt hatten, warnt die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs nun erneut vor Preisen über 120 Dollar pro Barrel Öl (Fass, 159 Liter). Grund sind die anhaltenden gegenseitigen ‌Angriffe der USA und Irans am Persischen Golf bei gleichzeitigen Angriffen der Huthis auf Ziele in Saudi-Arabien. Bereits jetzt pendelt der Preis für die Nordseesorte Brent wieder um die 100-Dollar-Marke. Das dürfte auch beim BRICS-Treffen am 12. und 13. September in Neu Delhi unter den Mitgliedern für Diskussionen sorgen. Die BRICS-Staaten repräsentieren nämlich gemeinsam nicht nur knapp 50 Prozent der Weltbevölkerung, 40 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 26 Prozent des Handels – mit der Erweiterung im Jahr 2024 vereinen die BRICS große Teile der Öl- und Gasproduktion.

Der Start war holprig. Aber nun steigen die Verkaufszahlen chinesischer Marken in europäischen Ländern verblüffend schnell – auch in Deutschland. Volkswagen ruft schon nach Hilfe vom Staat.

Bei der Künstlichen Intelligenz geht es auf lange Sicht darum, wer die Innovationen der Welt vorantreibt. Hier habe Europa dank seiner wissenschaftlichen Exzellenz noch gute Chancen, meint ein früherer Botschafter.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Redakteurin in der Wirtschaft.

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