FAZ 05.01.2026
11:11 Uhr

(+) Zwischen Pflicht und Gefühl: Warum Südkorea einen Opern-Boom erlebt


Während deutsche Kommunen ihre Opernhäuser nicht mehr sanieren können, öffnet in Südkorea ein Musiktheater nach dem anderen. Im Land der 52-Stunden-Woche sehnt man sich nach Schönheit und Innerlichkeit.

(+) Zwischen Pflicht und Gefühl: Warum Südkorea einen Opern-Boom erlebt

Zwischen den Unmengen koreanischer Leuchttafeln auf den Straßen von Seoul fallen Namen in lateinischer Schrift schnell ins Auge. Das „Faust“ ist ein international legendärer Techno-Club, das „EU“ verkauft neben Kaffee koreanische Keramik, „Paganini“ Geigen, „Baum Instrumenten Werkstatt“ baut sie. Dahinter steht kein deutscher oder italienischer Eigentümer, die Namen sollen einfach positive Asso­ziationen wecken. Europa als Schlagwort hat in Südkorea Vorbildcharakter für Schönheit, Genuss und Hochkultur, dient als Quelle von Inspiration und ­Motivation.

Die ZDF-Verfilmung „In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi“ wirkt wie eine Abrechnung der Autorin Nele Neuhaus mit der Frankfurter Verlagswelt und dem Feuilleton. Das zieht sich über zweimal neunzig Minuten.

Was für eine Frau verbirgt sich hinter all den Bildern, den Computerspielen und den Musikvideos? Im Bahnhof Guillemins in Lüttich geht eine opulente Ausstellung dem Mythos der Kleopatra nach.

Ihr Werk widersetzt sich allen stilistischen Einordnungen und verschränkt Zeitschichten miteinander. Das Kunstzentrum Wiels in Brüssel widmet der in Berlin lebenden Künstlerin Nairy Baghramian eine umfassende Schau.

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