Es ist noch nicht so lange her, da schob sich der Wald wie ein Keil in die Stadt Wilna hinein. Und zwar an jener Stelle der Gleisstränge, wo ihre beiden südlichen Abzweigungen ansetzen, die nach Lida und nach Grodno führen. Hier wuchs der Wald auf den Hügeln, bis man ihn nach jenem großen Kriege lichtete und nur die Eichen stehen ließ. Später fällte man auch die Eichen und ließ nur Haselnusssträucher übrig, hier und da einen jungen Vogelbeerbaum und dergleichen Unterholzreste. Die in diesem Gebüsch weidenden Kühe und Ziegen der Eisenbahner zerrupften die Sträucher, fraßen die Rinde herunter, zertrampelten die Böschungen. Dann wurden die Hügel in Beschlag genommen für den ständig im Ausbau befindlichen Wilnaer Güterbahnhof: sie wurden von Kohlenstaub geschwärzt und von Schornsteinen verqualmt. Schließlich errichtete man auf ihnen irgendwelche Militär- oder Munitionsdepots.
