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28.11.2025
15:37 Uhr
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Union und SPD haben sich auf eine gemeinsame Position zur Überarbeitung der Flottengrenzwerte geeinigt. CSU-Chef Markus Söder spricht von einem „Aus vom ganz starren Verbrenner-Aus“.

Elektroautos stärker fördern und gleichzeitig die Zukunft von neuen Verbrennern länger offen halten: Auf diesen Weg haben sich Union und SPD in der Nacht zum Freitag im Koalitionsausschuss geeinigt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb am Freitag einen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in dem er die deutsche Position zur geplanten Überarbeitung des Verbrenner-Aus ab dem Jahr 2035 darlegte. In dem Schreiben, welches der F.A.Z. vorliegt, bittet er Brüssel, die Regulierung zu korrigieren, sodass sie in Zukunft „Klimaschutz, industrielle Stärke und technologische Innovation miteinander verbindet“.
Die Betriebsräte der drei großen Südwest-Zulieferer Bosch, ZF und Mahle fordern, dass die Bundesregierung in Brüssel gegen das faktische Verbrennerverbot nach 2035 kämpft. Die Arbeitnehmervertreter befürchten ansonsten weitere Entlassungswellen.
Die Bundesregierung plant die Wiedereinführung einer Kaufprämie – anders als unter der Ampel allerdings nicht nur für reine Elektroautos. Bestimmte Haushalte sollen besonders profitieren.
Lieferando will 1500 Kuriere entlassen und setzt stattdessen teils auf Drittanbieter. Deutschlandchef Lennard Neubauer verrät, wie es jetzt weitergeht – und schwärmt von der neuen „Agilität“. Der Betriebsrat ist entsetzt.
Redakteurin in der Wirtschaft.
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