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16.12.2025
09:09 Uhr
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Sinken die Zinsen, dann profitiert der Dax. Deshalb wird der Ausblick der Notenbank nach ihrer Sitzung am Donnerstag mit Spannung erwartet.

Adolf Hitler war laut Alice Weidel „ein Linker“. Und auch über Alexander Eichwald behauptet die AfD, er habe eine linkspolitische Vergangenheit. Dafür wolle er gern mal Belege sehen, sagt Eichwald. (Foto: Philipp Bovermann)
Isabel Schnabel, seit gut fünf Jahren Mitglied im EZB-Direktorium, hat den Aktienmärkten vorige Woche einen kleinen Schrecken eingejagt: Sie ließ durchblicken, dass sie es gut fände, wäre der nächste Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Zinserhöhung. Es geht nicht um die nächste Zinsentscheidung am Donnerstag in Frankfurt und wohl auch nicht um jene in den Sitzungen im Februar und März. Schnabel betrieb aber das in der Geldpolitik so wichtige Erwartungsmanagement. Sie betonte eher die Inflationsrisiken nach oben, was auch in einer höheren Wachstumsprognose der EZB am Donnerstag zum Ausdruck kommen könnte. Die aktuellen Zinsen – zwei Prozent gibt es auf Einlagen bei der EZB – seien daher eher am unteren Rand dessen, was angemessen sei angesichts rasch steigender Löhne, niedriger Arbeitslosigkeit und expansiver Fiskalpolitik.
Das über Jahre billige Geld aus Japan haben Investoren in Anlageklassen in aller Welt gesteckt. Der nun erwartete Zinsschritt könnte sich daher auf viele andere Finanzmärkte auswirken. Was Anleger dazu wissen sollten.
Auch im kommenden Jahr dürfte die Lage am Anleihenmarkt kompliziert bleiben. Wer die Anlage nicht aktiv managt, wird sich wohl auch 2026 bescheiden müssen.
Französische Staatsanleihen werden bald deutlich höhere Renditen abwerfen. Tritt diese technische Kapitalmarktprognose ein, wäre das Gift für die Aktienmärkte.
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