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28.12.2025
22:15 Uhr
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Vor 80 Jahren erschien das erste Heft einer Zeitschrift, die den Deutschen über die Beschäftigung mit ihrer Historie den Weg in eine demokratische Zukunft zeigen wollte. „Die Gegenwart“ war eine Schöpfung Benno Reifenbergs. Er verstand sie als Platzhalter bis zur Wiedergeburt der Frankfurter Zeitung.

An Heiligabend 1945 erschien in Freiburg erstmals die „Gegenwart“. Die neue Halbmonatsschrift enthielt keine besinnliche Weihnachtslektüre, sondern kristallklare Analysen der Lage des Landes. Seit dem Kriegsende gäbe es „im politischen Sinn kein Deutschland, es gibt nur von einer deutsch redenden Bevölkerung bewohnte, von fremden Mächten regierte, von fremden Truppen vollständig besetzte Territorien. Deutschland ist jetzt wirklich bloß ein Begriff der Geographie“, schrieb Bernhard Guttmann. „Dies ist das Resultat nationalsozialistischer Führung und Staatskunst.“
Der Unternehmer, der Anwalt, der Immobilienentwickler – immer mehr Menschen in Deutschland steigen statt in die Bahn lieber ins Privatflugzeug. Aber kaum einer will darüber reden.
Zum ersten Mal seit dem Putsch veranstaltet das Militärregime wieder einen Urnengang. Doch viele wollen bei dieser „Scheinwahl“ nicht mitmachen.
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