„Eine Katastrophe“ nennt Hermann-Josef Kracht den Arbeitsmarkt für über 50-Jährige. Die Älteren würden benachteiligt. Nachvollziehen kann der Gründer und Vorsitzende der Interessenvertretung „50 Plus“ das nicht. „Wenn wir von Fachkräftemangel reden und über 50-Jährige auf dem Arbeitsmarkt nicht gewollt sind, dann stimmt irgendwas nicht“, sagte er auf dem Karrieretag in Frankfurt Mitte November. Die Generation der „Lebenskenner“ sei auf dem Arbeitsmarkt unverzichtbar wegen ihrer Erfahrung. Und doch ist es jenseits der 50 oft herausfordernd, sich beruflich neu zu orientieren. Das zeigen auch die Statistiken: Erwerbspersonen, die älter als 55 Jahre sind, sind im Durchschnitt 108 Tage länger arbeitslos als jüngere Menschen, fast die Hälfte von ihnen sucht länger als ein Jahr.
