FAZ 21.11.2025
19:24 Uhr

(+) Wissenschaftsfreiheit: Einige Universitäten bereiten sich auf AfD-Regierung vor


Es gibt keinen Grund, mit­leidig auf die USA zu schauen: Die Wissenschaftsfreiheit ist nicht nur durch die Regierung Trump gefährdet. Die Standards müssen in einer internationalen Anstrengung verteidigt werden.

(+) Wissenschaftsfreiheit: Einige Universitäten bereiten sich auf AfD-Regierung vor

Es war abzusehen, dass die Trump-Administration auch die Wissenschaft ins Visier nehmen würde. Schon 2021 hatte der heutige Vize­präsi­dent J. D. Vance erklärt, die Universi­täten seien „der Feind“. Man müsse sie „aggressiv bekämpfen“, um die Vorherrschaft liberalen Denkens zu brechen. Wie schnell nach der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus sich eine wissenschaftsfeindliche Stimmung im Land ausbreiten, wie massiv politischer Druck auf die Universitäten ausgeübt und wie drastisch die Wissenschaftsfreiheit beschnitten werden würde, hat viele überrascht, am meisten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Universitäten selbst.

Der Europäische Forschungsrat ERC hat bürokratischen Hürden getrotzt und stärkt die Spitzenforschung. Doch reicht das aus, um zur Technologiegroßmacht zu werden? Ein entscheidendes Puzzleteil fehlt.

Archäologische Fundorte der Ukraine werden geplündert, Geschichte umgedeutet: Der russische Expansionsdrang bedient sich zur Legitimation seiner Invasion einer kruden Lesart der Historie, die sich längst nicht mehr nur auf Katharina die Große beruft.

Die Uni Frankfurt und die Jesuitenhochschule Sankt Georgen wollen noch enger zusammenarbeiten als bisher. Studenten sollen an beiden Hochschulen gleichzeitig immatrikuliert werden. Geplant ist auch ein großes Grundstücksgeschäft.

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