FAZ 02.01.2026
14:42 Uhr

(+) Weimarer Republik 1926: Worüber Regierungen vor hundert Jahren stürzten


Im Jahr 1926 stürzten zwei Regierungen über ein Misstrauensvotum. Das eine hatte mit der deutschen Flagge zu tun, das andere mit einer Rüstungskooperation mit Moskau.

(+) Weimarer Republik 1926: Worüber Regierungen vor hundert Jahren stürzten

Mehr Weimar-Apokalyptik als 2025 war selten in der bundesdeutschen Politik. Das könnte ein „schlimmer Vorbote für Verhältnisse wie in der Weimarer Republik sein“, orakelte Markus Söder, nachdem Friedrich Merz am 6. Mai im ersten Wahlgang nicht die für die Kanzlerschaft erforderliche Stimmenzahl erreicht hatte. Auch Merz selbst malte schon zu Jahresbeginn das Scheitern der ersten deutschen Demokratie als Menetekel an die Wand. Weimar sei nicht erst durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten gescheitert, sondern viel früher „an der mangelnden Fähigkeit der politischen Parteien der demokratischen Mitte, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen“, sagte er Ende Januar. Zuvor war es Merz nicht gelungen, SPD und Grüne für seinen Fünf-Punkte-Plan zur Eindämmung der Migration zu gewinnen, der dann im Bundestag auf die Stimmen der AfD eine Mehrheit fand.

Der Unternehmer, der Anwalt, der Immobilienentwickler – immer mehr Menschen in Deutschland steigen statt in die Bahn lieber ins Privatflugzeug. Aber kaum einer will darüber reden.

Fliegt die SPD erstmals aus einem Landtag? Überleben FDP und BSW? Und bildet die AfD bald eine Alleinregierung? Das neue Jahr verspricht spannende Wahlen.

Vor zehn Jahren erschütterten die massenhaften Übergriffe von Migranten auf Frauen in Köln die Republik. Eine Rekonstruktion der Ereignisse und ihrer Folgen.

Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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