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07.01.2026
21:34 Uhr
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Die Ideen der „Vulkangruppe“ sind ernst gemeint: Das System soll erschüttert werden durch die Naturgewalt der Sabotage. Hier sind radikale Anarchisten am Werk, die auch Grünen und Linken den Kampf ansagen. Eine Analyse.

Der Anschlag auf das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde am 3. Januar hat nicht nur die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur aufgedeckt, sondern auch einer in der Bundesrepublik bislang marginalen Form des Extremismus eine zuvor ungekannte Aufmerksamkeit beschert.
Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass in den sozialen Medien die Nachricht, hinter dem Anschlag, der knapp 40.000 Haushalte für mehrere Tage von Strom und Heizung abschnitt, stehe eine linksextremistische Organisation mit dem Kampfnamen „Vulkangruppe“, von vielen in Frage gestellt wurde. Vertreter der politischen Milieus, die sich sonst gegen Verschwörungstheorien immer verwehren, spekulierten nun über mögliche Drahtzieher in Russland oder eine False Flag-Aktion von Rechten.
Resilienz ist eine Definitionsfrage: Das System ist zwar auf Schwankungen beim Ökostrom ausgelegt und gegen technische Ausfälle gerüstet. Vor Anschlägen ist es jedoch nicht gefeit.
Ein Social-Media-Trend vermischt Esoterik und Energydrinks mit rechten Verschwörungserzählungen. Eine linke Gegenbewegung versucht, ihn mit den eigenen Waffen zu bekämpfen. Geht das gut?
Seit Jahren setzt sich Leipzig gegen rechten Extremismus zur Wehr. Nun aber haben autoritäre Intifada-Linke einen Aufmarsch angekündigt. Das Bündnis hat ein linkes Jugendzentrum und die Linkspartei-Politikerin Juliane Nagel im Visier.
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