Gott hat man in Reims eine Kathedrale gebaut, dem Champagner gleich mehrere. Im Gegensatz zu Notre-Dame de Reims, deren gestutzte Türme man auch aus weiter Entfernung über das flache Land hinweg erblickt, muss man für die sakralen Orte des Champagners unter die Erde hinabsteigen. Wir stehen in der beeindruckendsten Champagnerkathedrale von allen und lassen unseren Blick viele Meter nach oben schweifen, wo sich über unseren Köpfen kein gotisches Kreuzrippengewölbe spannt, sondern der Raum sich pyramidenförmig zu einer quadratischen Öffnung verjüngt. Durch diese wurden früher die Kreideblöcke nach oben gezogen, die dieser Unterwelt ihren Namen gaben: „les crayères“, die Kreidestollen.
