FAZ 21.11.2025
19:12 Uhr

(+) Wangerooge in der Nordsee: Wir wollen nicht im Meer versinken


Der schönste Platz an der friesischen Küste: Auf Wangerooge muss man kein Leuchtturmwärter sein, um Inselleben und Schiffsverkehr allzeit im Blick zu behalten.

(+) Wangerooge in der Nordsee: Wir wollen nicht im Meer versinken

Die besten Zimmer auf Wangerooge gibt es in der Jugendher­berge im mächtigen West­turm. Eines davon haben wir bezogen. Luxuriös ist es nicht, sondern spartanisch ausgestattet mit Tisch, Stuhl und Stockbetten. Aber die Ausblicke sind grandios. Vom sechsten Stockwerk aus schauen wir über die ganze autofreie Insel wie auf ein Spielzeugurlaubsland. Das Dorf mit dem alten Leuchtturm versteckt sich zwischen Dünen und Wald. Wellen brechen sich auf dem Strand, Ebbe und Flut kommen und gehen. Auffällig sind die merkwürdigen runden Vertiefungen im Boden, die man auf den Nachbarinseln nicht kennt. Sie gehören nicht zur Natur der Salzwiesen, sondern sind Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg. Nur zwei Wochen vor Kriegsende griffen alliierte Flugzeuge die Militärbefestigungen an, die zur Verteidigung von Wilhelmshaven auf Wangerooge errichtet worden waren. Nebenbei zerstörten sie das Dorf und luden vor dem Rückflug den Rest ihrer tödlichen Ladung auf den Wiesen ab.

Die Seychellen gelten als eines der teuersten Reiseziele auf der Welt. Doch es geht auch anders – selbst wenn man auf Luxus nicht verzichten möchte.

Wind und Regen: Wer im Herbst im niederländischen Nordwijk surfen will, muss sich warm anziehen. Dafür hat man die Wellen für sich.

Eine gemeinsame Vergangenheit, aber ganz unterschiedliche Erinnerungen daran: Wer  auf den Spuren des Bürgerkriegs durch Nordirland reist, erlebt ein Land, in dem zwar Frieden herrscht, die Wunden indes noch lange nicht verheilt sind.

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