FAZ 29.11.2025
09:23 Uhr

(+) Wahlkampf in Ungarn: Orbán ist noch nicht am Ende


Der ungarische Oppositionsführer Péter Magyar fordert Ministerpräsident Viktor Orbán heraus. Doch der setzt auf Erfahrung - und auf seinen Ruhm als Führer der europäischen Rechten.

(+) Wahlkampf in Ungarn: Orbán ist noch nicht am Ende

Gut vier Monate vor der Parlamentswahl in Ungarn ist die Herrschaft Viktor Orbáns in Gefahr. Denn Péter Magyar, der sich vor anderthalb Jahren wie aus dem Nichts zum Oppositionsführer aufschwang, trifft die Regierungspartei Fidesz an ihren empfindlichsten Stellen. Mit strategischer Weitsicht und beachtlicher Disziplin lässt der Chef der Oppositionspartei Tisza all jene „progressiven“ Themen links liegen, mit denen die alte Opposition zwar in den Städten punkten konnte, auf dem Land aber nur Kopfschütteln auslöste. Stattdessen konzentriert sich Magyar auf die Probleme, unter denen die Ungarn jeden Tag leiden: kaputte Infrastruktur, miserable Gesundheitsversorgung und allgegenwärtige Vetternwirtschaft.

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Politischer Korrespondent für Österreich, die Slowakei, die Tschechische Republik und Ungarn mit Sitz in Wien.

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