FAZ 23.09.2026
10:10 Uhr

(+) Von KI Geschrieben?: Das Märchen vom eigenen Roman


Der Debütroman von Thélyson Orélien wird in Frankreichs Literaturszene gefeiert. Doch laut dem KI-Detektor Pangram sind große Teile von Künstlicher Intelligenz geschrieben. Der Schriftsteller und sein Verlag wehren sich, doch wem kann man im Zeitalter artifizieller Textproduktion noch glauben?

(+) Von KI Geschrieben?: Das Märchen vom eigenen Roman

Die Frage ist: Geht ein Geist um, oder blüht womöglich die Geisterseherei? Nach einem von KI verfassten Horrorroman in den USA, einer ChatGPT-Essaypreissiegerin in Estland und deutschen Politikern mit Chatbot-Ghostwritern hat das Gespenst der artifiziellen Textproduktion nun Frankreich erreicht. Dort läuft die „Rentrée littéraire“, der literarische Herbst. 461 Bücher erschienen dazu in diesem Jahr. Einige wecken die Hoffnung auf die renommierten Buchpreise, die die Nachfrage weiter anheizen sollen. Ein Debüt hat die achthundertköpfige Jury des Romanpreises Fnac zu Beginn dieser Woche bereits ausgezeichnet. Und schon stellt sich die Frage, ob dabei Mensch oder Maschine bedacht wurde.

Der Liedermacher bringt sein dreißigstes Album heraus – ganz allein mit Gitarre. Im Gespräch spricht er über späte Entschuldigungen, die Angst vor der Nacht und einen emotionalen Moment mit dem Rapper Haftbefehl.

Ein Jahr vor Kriegsende schrieb Fritz Bauer aus dem schwedischen Exil ein Buch, das für Prozesse gegen deutsche Täter warb, obwohl deren Erfolg völlig ungewiss war. Was ihn antrieb, lässt sich jetzt wieder nachlesen.

Ob Hamas, russische Ultranationalisten oder amerikanische Tech-Milliardäre: Jens Balzer zeigt, wie überall nun wieder heilsgeschichtliche Motive auftauchen. Woher kommt der neue Erlösungsglaube?

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