|
17.01.2026
08:28 Uhr
|
Der Krieg gegen die Ukraine dauert nun schon länger als der deutsch-sowjetische, und ein Ende ist nicht absehbar. Putin sieht in seinen Soldaten mittlerweile Erlöser von dem Bösen.

Bei Dostojewski findet sich eine Art „Meme“: Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt. Für die heutige Welt lässt sich das so formulieren: Wenn es kein Völkerrecht gibt, dann ist alles erlaubt. Mit Beginn des Jahres 2026 befinden wir uns in einer neuen Welt, in der Wladimir Putin und Donald Trump, der eine früher, der andere später, ihre eigene Vorstellung von Moral an die Stelle des Völkerrechts gesetzt haben – Fälle ganz persönlicher Willkür.
In den ersten zwölf Monaten seiner zweiten Amtszeit hat der US-Präsident eine erratische Außen- und Handelspolitik praktiziert – zum Schaden seiner Alliierten und der regelbasierten Weltordnung.
Von Nürnberg bis Gaza: Der Jurist Christoph Safferling erzählt die Geschichte des Völkerrechts als Friedensinstrument. Seine Antwort auf die existenzielle Frage unserer Zeit ist illusionslos, aber überraschend optimistisch.
Putin hat die Ambivalenz des Europa-Bildes der Russen benutzt, um politische Brandmauern zu ziehen. Doch der Kontinent bleibt der Fixpunkt russischen Denkens.
Schlagworte: