FAZ 21.01.2026
06:50 Uhr

(+) Urheberrecht: Wie KI und Kunst ohne Diebstahl auskommen


Sougwen Chung gilt als Pionierfigur der Mensch-Maschine-Kunst und nutzt nur auf eigenen Daten trainierte Modelle. Die meisten Künstler haben diese Wahl nicht. Ihre Werke wurden längst von OpenAI und Co. gestohlen.

(+) Urheberrecht: Wie KI und Kunst ohne Diebstahl auskommen

Die Galerie des Espoo Museum of Modern Art liegt im Halbdunkel. Der Boden ist eine gigantische weiße Leinwand. Darauf kniet Sougwen Chung, mit einem EEG-Headset auf dem Kopf und einem Pinsel in der Hand. Um Chung herum stehen fünf Roboterarme, die ebenfalls Pinsel halten. Sie heißen D.O.U.G. – Drawing Operations Unit, mittlerweile in der fünften Generation. Chung hat sie selbst entworfen und programmiert. Die neuronalen Netze, die ihre Bewegungen steuern, hat Chung mit eigenen Zeichnungen trainiert.

Claude Code kann Dateien lesen und schreiben. Doch in größeren Projekten verliert der Agent den Überblick. Ein dreißigjähriger Ingenieur aus New York hat eine Lösung gebaut und zeigt, wie um die neuen KI-Werkzeuge eine Infrastruktur entsteht.

Amerika und die Golfstaaten investieren Hunderte Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren. Europa plant, diskutiert, hofft. Digitale Souveränität entscheidet sich aber nicht in Brüsseler Konferenzsälen, sondern in Serverfarmen. Eine Analyse.

Weil KI die Einstiegshürde in vielen Jobs senkt, wächst der Bewerberkreis im Durchschnitt um zehn Prozent. Damit sinken auch die Löhne. Es sei denn, man gehört zu den Topexperten seines Metiers. Dann erhöht KI das Gehalt.

Redakteurin für Newsletter und Verticals.

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