FAZ 10.02.2026
06:56 Uhr

(+) Tscheburaschka: Warum eine Puppe russische Politiker auf die Palme bringt


In Russland ist ein neuer Film mit der Animationsfigur Tscheburaschka ein Kassenschlager. Regimetreue Politik und Ideologien sind empört – der Film ist ihnen zu pazifistisch.

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In Russlands Kinokassen war zu Beginn des Jahres 2026 der Spielfilm „Tscheburaschka 2“ der absolute Spitzenreiter. Innerhalb von drei Wochen brachte er mehr als 60 Millionen Euro ein und wird wohl den Vorgängerfilm „Tscheburaschka“ überholen, der mehr als 80 Millionen Euro einspielte und zum erfolgreichsten Film der russischen Kinogeschichte wurde. Das Tier, das einem Bärenjungen oder einem Welpen mit riesigen runden Ohren gleicht, tritt als eher unbeholfene 3-D-Computerfigur auf, die mit echten Schauspielern interagiert.

Die „Ingo Thiel“-Reihe im ZDF nach den echten Fällen eines echten Kommissars setzte einst Zeichen für den „True Crime“-Trend. Jetzt hinkt „Ingo Thiel“ der Zeit hinterher und setzt auch noch auf Kitsch.

Mozarts große Messe c-Moll blieb ein Torso. Luca Guglielmi hat nun die Komplettierung versucht. Sie macht den Schmerz über das Unvollendete nicht wett, aber Jordi Savalls Interpretation lässt die Musik strahlen.

Wenn das Ende sich pochend ankündigt, werden mutige Menschen auf erstaunliche Weise schöpferisch tätig: Uwe Dierksens musikalisch-literarische „Hirngespinste“ bilden ein Klangkunstwerk der Extreme.

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