FAZ 04.02.2026
07:03 Uhr

(+) Top-100-Plattformen: Wie KI die globale Machtbalance der Plattformen verschiebt


Die Plattformökonomie steht vor ihrer tiefgreifendsten Transformation seit dem Aufstieg der großen Digitalkonzerne. Generative KI und KI-Agenten legen gerade einen neuen Layer über bestehende Marktplätze und Ökosysteme.

(+) Top-100-Plattformen: Wie KI die globale Machtbalance der Plattformen verschiebt

28 Billionen Dollar: So hoch ist der kumulierte Wert der Top-100-Plattformen in aller Welt inzwischen. Das sind rund 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und doppelt so viel wie im Jahr 2023. Die Verteilung dieser Werte ist so eindeutig, dass sie als Ausgangsthese reicht: Amerika vereint 86 Prozent der Werte, Asien-Pazifik elf Prozent, Europa knapp zwei Prozent und Afrika rund ein Prozent auf sich. Da die KI-Entwicklung regional höchst unterschiedlich verläuft, wird sie bestehende Ungleichgewichte zwischen Amerika, Europa, Asien-Pazifik und Afrika weiter verschärfen.

Anthropic tritt erstmals direkt im Rechtsmarkt auf und bringt ein System, das juristische Dokumente eigenständig prüfen kann. Das ist ein Wendepunkt für Legal Tech:  KI-Modelle wie Claude halten Einzug in Kanzleien.

Der Jahresauftakt zeigt eine klare Zweiteilung an der Börse: Die KI-Welle spült weiter Geld zu Halbleitern, Speicherherstellern und Ausrüstern. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber Softwarekonzernen wie SAP oder Salesforce, die von der KI bedroht werden.

KI beherrscht die Schlagzeilen als Innovationsmotor, aber auch als Grund für Stellenstreichungen. Doch meist stehen hinter den Ankündigungen nicht tatsächlich erreichte, sondern nur erwartete Produktivitätseffekte.

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