FAZ 03.12.2025
13:00 Uhr

(+) Theaterpremiere Berlin: Gefangen im Panoptikum der Dämlichkeiten


Anita Vulesica inszeniert „Eine Minute der Menschheit“ nach Stanisław Lem am Deutschen Theater Berlin. Und das Universum antwortet nicht. Skandal? Oder Plattitüde?

(+) Theaterpremiere Berlin: Gefangen im Panoptikum der Dämlichkeiten

Nichts gegen den polnischen Schriftsteller Stanisław Lem (1921 bis 2006) – er gilt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren, obwohl er stets betonte, dass er keine Science-Fiction schreiben würde, sondern ein wissenschaftlicher Phantast sei. Wie auch immer: Auf dem schwierigen Feld der Spekulationen über die Zukunft hat er sich erhebliche Anerkennung erworben, manche Erfindung und Entwicklung vorhergesehen und nie zu fragen vergessen, ob wir die Technik beherrschen oder ob die Technik uns beherrscht.

Der Pulitzerpreisträger Hisham Matar folgt in seinem neuen Roman „Meine Freunde“ drei Libyern nach London und fragt, wie und ob aus Exil eine Heimat werden kann.

Familiengeschichten sind die Spezialität von Joachim Trier. Mit seinem neuen Film „Sentimental Value“ beweist der norwegische Regisseur, dass er es in diesem Genre inzwischen zur Meisterschaft gebracht hat.

Ein Amt macht noch lange keinen guten Menschen: Im Münchner Cuvilliéstheater inszeniert Mateja Koležnik „Der zerbrochene Krug“ von Kleist mit einem neuen, klugen Ende.

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