FAZ 25.11.2025
15:38 Uhr

(+) Teuer Auf fremdem Grund: Erbbaurecht gerät in die Zinsfalle


Immer mehr Städte setzen auf das Erbbaurecht. Das soll für Wohnraum sorgen, aber schafft auch Ärger. Wenn der Vertrag ausläuft, drohen starke Preissteigerungen.

(+) Teuer Auf fremdem Grund: Erbbaurecht gerät in die Zinsfalle

Martin Busch ist empört. In einigen Jahren werden seine Wohnkosten voraussichtlich deutlich steigen – und das, obwohl das Reihenendhaus in Osnabrück sein Eigentum ist. Das Grundstück aber, auf dem sein Haus steht, gehört nicht ihm, sondern der Klosterkammer Hannover, die dafür ein Erbbaurecht vergeben hat. Derzeit bezahlt Busch für das 500 Quadratmeter große Grundstück einen Erbbauzins von jährlich 500 Euro. Doch in neun Jahren läuft der Erbbaurechtsvertrag aus – und für den neuen Vertrag, sagt Busch, habe die Klosterkammer ursprünglich eine Erhöhung des Erbbauzinses um das Elffache auf 5500 Euro verlangt.

Marie-Christine Ostermann steht an der Spitze des Verbandes „Die Familienunternehmer“, der das Kontaktverbot zur AfD aufgegeben hat. Wer ist die Unternehmerin, die die Partei inhaltlich stellen will?

3,4 Milliarden Menschen leben in Ländern, die mehr für Zinsen als für Bildung oder Gesundheit ausgeben. Um diese Situation zu lindern, müssten sich mehrere Dinge ändern.

Das Ende der fossilen Energie schien manchen schon besiegelt. Doch jetzt zeigt sich: Die Nachfrage droht noch jahrzehntelang zu wachsen.

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