FAZ 24.11.2025
10:31 Uhr

(+) Tagung zu Russland: Sie wittern überall „ausländische Agenten“


In Putins Reich wächst in der Bevölkerung die Zustimmung zum Handeln der Regierung. Wer Widerstand leisten will, hat kaum Möglichkeiten: Eine Tagung in Berlin zur Lage in Russland

(+) Tagung zu Russland: Sie wittern überall „ausländische Agenten“

Das zunehmend aggressive Russland habe während der vergangenen Jahre in Europa mehrfach den Wecker ausgelöst, erklärte der Politologe Roland Freudenstein bei der Konferenz der Deutschen Sacharow-Gesellschaft in Berlin, einen Ausspruch des früheren Präsidenten Estlands Tomas Ilves zitierend. Die Europäer hätten aber jedes Mal den Schlummerknopf gedrückt, vervollständigte Freudenstein das Zitat und stellte fest, inzwischen nutze Moskau das Auseinanderfallen von Kapitalismus und Demokratie, um auf dem Kontinent radikale Kräfte zu stärken. Die Supermacht USA schütze Demokratien nicht mehr. Umso entschiedener ermunterte Freudenstein die versammelten proeuropäischen Exilrussen, sich mehr in die hiesige öffentliche Debatte einzubringen.

Die Misere der FDP macht ein grundsätzliches Dilemma des Liberalismus sichtbar: Er droht zwischen technokratischer Routine und libertärer Rhetorik zerrieben zu werden.

Anke Steinecke ist Chefjuristin des größten Publikumsverlages der USA, Penguin Random House. Der Verlag klagt in etlichen Bundesstaaten gegen Bücherverbote. Und versucht es an Schulen mit Aufklärung.

Mickrige Gagen, KI-Songs, fragwürdige Investitionen: Der Ruf des Streamingportals Spotify ist am Boden – immer mehr Bands und Kunden verlassen den Dienst. Kann ihm das gefährlich werden?

Freie Autorin im Feuilleton.

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