Mit dem Nebel des Krieges leben deutsche Talkshow-Master mittlerweile im vierten Jahr – so wie alle, die sich mit der Lage in der Ukraine befassen. Welche Stadt noch von den Ukrainern gehalten wird oder schon an die Russen gefallen ist, über wie viel Munition die Verteidiger noch verfügen, wie viele eigene Soldaten der Kreml Tag für Tag in den Tod schickt – all das ist für die meisten Augen unsichtbar. Fehlende und widersprüchliche Informationen, Fehleinschätzungen und Irrtümer, sie alle sind typisch und führen zu Unschärfen, schon bei den Militärs auf beiden Seiten, aber noch viel stärker bei Diskutanten in einem Fernsehstudio, zwei Länder und über 1500 Kilometer weiter westlich.
