FAZ 28.11.2025
07:38 Uhr

(+) Studieren in der Ukraine: Bildung trotz Putins Bomben


Wenn jederzeit Luftalarm losgehen kann: Wie Studenten und Universitäten in der Ukraine dem russischen Angriffskrieg trotzen.

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Kirill Kushnir ist erst 17 Jahre alt, doch er weiß schon genau, was er will: „Ich habe gerne Kontakt mit Leuten, ich kommuniziere viel, und ich will eines Tages die Welt bereisen.“ Der junge Mann aus Kiew hat sich nach dem Abitur im Sommer für den Studiengang Wirtschaftsjournalismus an der Nationalen Wirtschaftsuniversität von Kiew, benannt nach Wadym Hetman (KNEU) eingeschrieben. Ein Berufsfeld nimmt er auch schon ins Visier: Reporter will er werden, und zwar für Podcasts. „Die sind ja ein echtes Wachstumsfeld“, weiß er. Und der Krieg? „Ich hoffe natürlich, dass er nicht mehr lange dauert.“ Wie er zu einem Ende kommen soll, lässt Kirill offen, wofür ihm seine Jugend jedes Recht gibt. Doch er macht einen wichtigen Zusatz: „Ich hoffe, dass ich in einem freien Land leben kann.“

Kiew und Washington loben ihre Gespräche. Von einer Deadline bis Donnerstag und einem 28-Punkte-Plan ist keine Rede mehr. Russland setzt seinen Krieg unvermindert fort.

Die Ukraine und ihre Unterstützer ringen in Johannesburg und Genf um eine Antwort auf Trumps 28-Punkte-Plan. Sie wollen das Schlimmste verhindern.

KI verändert das Studium grundlegend, sagt Zukunftsforscher Hartwin Maas. Im Interview erklärt er, warum akademische Abschlüsse an Wert verlieren – in einigen Fächern ganz besonders.

Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

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