FAZ 10.01.2026
13:29 Uhr

(+) Strukturelle Diskriminierung: „Der deutsche Fußball hat zu 100 Prozent ein Rassismusproblem“


Wer bekommt die Zugänge in die Führungsetagen? Wer gilt als Straßenfußballer? Und warum werden muslimische Spieler härter bestraft? Eine Forscherin erklärt, wie der strukturelle Rassismus den deutschen Fußball prägt.

(+) Strukturelle Diskriminierung: „Der deutsche Fußball hat zu 100 Prozent ein Rassismusproblem“

Rachel Etse, 34 Jahre, ist ­Ethnologin und promoviert an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In ihrer ­Masterarbeit forschte sie zur Beleidigungskultur im deutschen Männerfußball. Seit 2021 ist sie freiberuflich als ­rassismuskritische Trainerin tätig und arbeitet dabei insbe­sondere im Fußballkontext.

Früher standen die Stars auf dem Feld, heute stehen sie hinter der Bande. Wie das „Hallenmasters“ eine Ära prägte und warum ein Format, das keine Zukunft mehr hatte, nun auf andere Art wieder auflebt.

Plötzlich war Musik verboten und Demokratie etwas Schlechtes: Eine Mutter, ein Geflüchteter und ein Präventionsarbeiter erzählen, wie islamistische Radikalisierung in ihr Leben trat – und ihnen geliebte Menschen und die Heimat nahm.

Oder ist „The Housemaid“ nur ein Spiel mit dem Genre? Die Umwege zur Lust stehen auf jeden Fall nicht mehr im ­Zentrum des Films, sondern deren brutale Konsequenzen.

Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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