FAZ 25.11.2025
11:33 Uhr

(+) Streit um Taiwan-Aussagen: Will Xi Trump auf seine Seite ziehen?


Im Telefonat mit Trump betont Xi die Bedeutung der „Rückkehr Taiwans zu China“. Manche sehen darin den Versuch, den US-Präsidenten in der Krise zwischen Peking und Tokio zu beeinflussen. Doch Trump lenkt den Blick auf andere Themen.

(+) Streit um Taiwan-Aussagen: Will Xi Trump auf seine Seite ziehen?

Dass Xi Jinping von sich aus einen Anruf mit Washington startet, ist höchst selten. Am Montagabend sah der chinesische Staats- und Parteichef offenbar die Gelegenheit. Xi habe in seinem Telefonat mit dem US-Präsidenten Donald Trump die Bedeutung der „Rückkehr Taiwans zu China“ betont, gab die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Die seit Jahren übliche Einlassung, der Anruf sei „auf Wunsch“ der amerikanischen Seite erfolgt, fehlte diesmal. Auch das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf chinesische Quellen, Xi habe „die Kontaktaufnahme gemacht“. Erst am Dienstagmittag schob das Außenministerium in Peking nach, das Telefonat sei auf Ersuchen Amerikas erfolgt.

Im Streit um die Aussagen von Ministerpräsidentin Takaichi geben die USA Tokio Rückendeckung. Chinas Reaktion sei unverschämt, sagt der amerikanische Botschafter in Japan.

China lässt den Streit mit Japan weiter eskalieren. Eine Szene aus Peking sorgt für Aufregung. Was treibt beide Seiten an?

Auf der Weltklimakonferenz will Brasilien zeigen, wie ein Ende für Kohle, Öl und Gas aussehen könnte. Präsident Lulas Fahrplan hat viele Unterstützer – aber längst nicht genug. Der Blick geht auch nach China.

Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

Politischer Korrespondent für China, Taiwan und die koreanische Halbinsel mit Sitz in Peking.

Schlagworte: