Alles begann im Jahr 2007. Damals war schon absehbar, dass die Rente demographische Probleme bekommen würde. Denn die Menschen werden immer älter und bekommen weniger Kinder. Deshalb wurde eingeführt, dass die Rente schrittweise immer später beginnt. Im Jahr 2031 wird das abgeschlossen sein; wer dann ohne Abschläge in Rente gehen will, muss bis zum 67. Geburtstag warten. Doch das allein gleicht nicht die ganze Demographie aus. Zahlten 1990 noch 27 Beitragszahler für zehn Rentner, waren es 2007 nur noch 21 – und im Jahr 2035 werden es wahrscheinlich 18 sein. Um die Beiträge trotzdem bezahlbar zu halten, wurde ein sogenannter „Nachhaltigkeitsfaktor“ eingeführt. Die Regel besagt: Wenn sich das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern ändert, wirkt sich ein Viertel dieser Änderung auf die Höhe der Rente aus. Auch wenn die Rentenversicherung ihre Beiträge erhöht, wachsen die Renten langsamer. Die Wirkung wäre, dass die Renten auf Dauer langsamer wachsen als die Löhne der arbeitenden Bevölkerung.
