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30.01.2026
06:42 Uhr
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Ignoranz aus Selbstschutz? Ein russischer Demoskop beobachtet einen wachsenden Stolz der Russen auf den repressiven Staat. Und Putin zieht die Schrauben an – damit nach dem Krieg niemand die Rechnung stellt.

Vier Jahre nach Beginn von Russlands Großangriff auf die Ukraine ist eine Mehrheit der russischen Gesellschaft kriegsmüde, doch zugleich hat sich diese Gesellschaft in ihrer Gegnerschaft zum Westen auch konsolidiert: Die Menschen empfinden verstärkt Stolz auf ihren Staat und, da dieser sie von Verantwortung und Minderwertigkeitsgefühlen entlastet, auch eine größere Selbstsicherheit.
Der russische Oligarch Usmanow hat sich als Präsident des Weltverbands und Putin-Vertrauter mit viel Geld den Fechtsport Untertan gemacht. Die ukrainischen Athleten bekommen es zu spüren – und das IOC schaut zu.
Der amerikanische Historiker Timothy Snyder zieht Parallelen zwischen Trumps Führungsstil und dem Dritten Reich. Doch es gebe auch Verbindungslinien zu Putin.
Wie arbeiten Kriegsreporter, was treibt sie an? Ashwin Raman geht mit seiner Kamera an Orte, an die sich außer ihm kaum jemand wagt. Von ZDF und ARD ist er enttäuscht.
Freie Autorin im Feuilleton.
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