Das Vorratslager mit Stapeln steril verpackter Pipettenspitzen, Zentrifugenröhrchen und Petrischalen aus Plastik ist wie ein Mahnmal. Nahezu täglich kommt Kinga Konkel daran vorbei und stattet sich für ihre Forschung im Reinraum aus. Die Achtundzwanzigjährige promoviert über die molekularen Grundlagen des Lernens und der Gedächtnisbildung, da hat sie mit lebendigen Zellkulturen zu tun, das geht nicht ohne Sterilität. Um ihre Gewebeproben aufzubewahren, nutzt sie einen speziellen Labortiefkühlschrank, der ultratief kühlt. Das geht nur mit ultraviel Energie, ist sich Konkel bewusst. Wer in einem Forschungslabor arbeite, komme an den Themen Einwegplastik und Ressourcenverbrauch nicht vorbei, meint die Doktorandin am Berliner Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP).
