Wien ist arm, aber keineswegs sexy. Zumindest nicht im Umgang mit dem Schuldenberg, den koalitionär geführte Stadtregierungen unter Führung der SPÖ angehäuft haben. Dieser beläuft sich mittlerweile auf knapp 15 Milliarden Euro. Um die prognostizierte Neuverschuldung 2026 um weitere vier Milliarden zumindest zu halbieren, hat sich die Stadt ein hartes Sparprogramm verordnet, das weite Teile der Bevölkerung trifft. Nebst diversen Gebührenerhöhungen und Subventionskürzungen wird die Mindestsicherung für rund ein Drittel der bislang anspruchsberechtigten Personen gekürzt, der Preis für die Jahreskarte der Wiener Linien drastisch erhöht, und die Eröffnung einer neuen U-Bahn-Linie um vier Jahre auf 2030 verschoben.
