|
03.02.2026
08:07 Uhr
|
In Deutschland wird nun ebenfalls über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche diskutiert. Forscher sehen das mit Skepsis – und machen Vorschläge, wie sich Mediennutzung sinnvoll regulieren ließe.

Kinder seien „Medienexperten“, viele Studien belegten dies, sagt Lars Rademacher. Wie schnell sie lernten, Technik für sich zu nutzen, habe sich schon beim Fernsehen gezeigt. Noch augenfälliger sei es beim Handy: Selbst Kleinkinder könnten ein iPhone bedienen, weil es so „intuitiv“ funktioniere. Rademacher, der die Abteilung Medien- und Informationsethik am Institut für Kommunikation der Hochschule Darmstadt leitet, sieht allerdings auch die „Sog- und Suchtwirkung“ der neuen Medien, die das Eintauchen in eine Parallelwelt ermöglichten. Und er weiß, dass das Urteilsvermögen von Kindern und Jugendlichen – etwa hinsichtlich dessen, was gut für sie ist – oft nicht mit ihren technischen Fähigkeiten Schritt hält.
Die australische Regierung feiert den ersten Sommer mit Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige als Erfolg. Eine Mutter und ihr Sohn erzählen, warum sie das anders sehen und wieso der Sohn trotzdem Instagram nutzen darf.
Immer mehr Länder erwägen eine Altersbeschränkung für Facebook, Instagram, Tiktok & Co. Nun hat Frankreich für ein entsprechendes Gesetz gestimmt. In Deutschland gehen die Meinungen auseinander.
Geht es um die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, stehen digitale Medien oft im Vordergrund. Psychologe Julian Schmitz erklärt, was sie wirklich unglücklich macht – und warum er wenig von Noten hält.
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
Kurse und Finanzdaten zum Artikel:
Schlagworte: