FAZ 02.12.2025
09:51 Uhr

(+) Social Media: Forschung an Elon Musk vorbei


Es ist die brennende Frage unserer Zeit: Spalten soziale Medien die Gesellschaft? Eine neue Studie beantwortet sie nicht nur mit Ja, sondern zeigt auch, wie Wissenschaftler Techkonzerne überlisten können.

(+) Social Media: Forschung an Elon Musk vorbei

Bei manchen wissenschaftlichen Studien ist die Methode spannender als das Ergebnis. Die Arbeit, die Forscher aus Stanford und anderen Universitäten jüngst im Magazin „Science“ präsentiert haben, ist so ein Fall. Ihr wenig überraschendes Ergebnis lautet: Wenn man Nutzern der ehemals als Twitter bekannten Plattform X mehr Inhalte einblendet, die den politischen Gegner verteufeln, dann steigert das beim Nutzer selbst die Verachtung für den Gegner. Man läuft nicht gerade Gefahr, unbescheiden zu wirken, wenn man sich angesichts dieses wissenschaftlichen Resultats denkt: „Schön für die Forscher, aber da wär’ ich auch selbst draufgekommen.“

KI-Bilder fluten das Netz – und verändern unsere Wahrnehmung: Ein Lächeln wirkt weniger, echte Fotos geraten unter Verdacht. Was passiert mit einer Gesellschaft, die ihren Augen nicht mehr traut?

In der Drogerie gibt es viele Nahrungsergänzungsmittel, die den Winterblues vertreiben sollen, von Fischöl bis Johanniskraut. Manche davon helfen tatsächlich gegen depressive Symptome.

Mit den Sprachmodellen ist die KI gerade in die Büros eingezogen. Doch die Pioniere denken schon weiter: Jeff Bezos, Elon Musk oder Yann LeCun investieren jetzt Milliarden in KI, die Roboter oder Maschinen steuert.

Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.