FAZ 18.02.2026
10:27 Uhr

(+) Selbsttest im Bargeldland: So zahlt es sich mit einem Chip auf dem Fingernagel


Zwei Drittel der Deutschen zahlen mit Smartphone oder Smartwatch. Doch es geht noch weiter: Drei Wochen lang hat unsere Autorin mit einem NFC-Chip auf dem Fingernagel bezahlt. Funktioniert das – oder ist es nur ein teurer Gag?

(+) Selbsttest im Bargeldland: So zahlt es sich mit einem Chip auf dem Fingernagel

Der Daumen schwebt über dem Kartenlesegerät. Ein kurzes Piepen. Die Kassiererin in einem Frankfurter Rossmann starrt auf meine Hand, dann auf den Bildschirm, dann wieder auf meine Hand. Ihre Augenbraue wandert skeptisch nach oben. „Haben Sie jetzt gerade mit Ihrem Finger bezahlt?“, fragt sie. „Fast, mit einem Chip auf dem Fingernagel“, lautet die Erklärung, die ich bald öfter wiederholen muss. Drei Wochen lang habe ich so bezahlt: im Supermarkt, beim Bäcker, in der Bar.

Am Wochenende wechselte der Wiener Entwickler Peter Steinberger zu OpenAI. Seitdem eskalieren die Sicherheitswarnungen, Konzerne verbieten die Software, und Europa stellt fest, dass es nicht einmal versucht hat, Steinberger zu halten.

Während die Börse noch rätselt, wer Gewinner der KI-Welle wird, scheinen die ersten Verlierer schon festzustehen: Softwarehersteller, Datenlieferanten, Rechtsdienstleister und die Bildungsanbieter. Worauf Anleger achten müssen.

Rund 60 Prozent der Fachkräfte in Recht und Steuern nutzen generative KI oder planen den Einsatz. Bei der Erfolgsmessung und der Kommunikation mit Mandanten herrscht aber noch großer Nachholbedarf: Und die nächste Welle steht schon bevor.

Redakteurin für Newsletter und Verticals.

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