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16.11.2025
14:20 Uhr
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Die Union arbeitet an einem Erfolg der Koalition. Hinter den Kulissen berät sie über die Alternative. Eine Neuwahl hat dabei niemand vor Augen.

Es gibt eine Frage im Regierungsviertel, die viele beschäftigt und keiner öffentlich über die Lippen bringt: Was würde geschehen, wenn die schwarz-rote Koalition scheitert? Fast alle im Regierungsbündnis wünschen sich, dass es irgendwie gut geht und die Regierung die anstehenden Aufgaben bewältigt.
Die Koalitionsspitzen haben ihre Streitpunkte vertagt. Doch bei der Jungen Union erwartet Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Wochenende Widerspruch.
Im Norden kennt man das Modell einer Regierung ohne eigene Mehrheit. Das lässt sich nicht ohne Weiteres übertragen. Voraussetzung sind hohe Flexibilität – und ein „negativer Parlamentarismus“.
Merz, vor einem halben Jahrhundert selbst in der Jungen Union, verspricht dieser eine enkelgerechte Politik. Auf dem Deutschlandtag aber muss er sich für die Rentenpläne rechtfertigen.
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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