FAZ 02.03.2026
20:32 Uhr

(+) Schiffe sitzen fest: Wie der Krieg im Iran die Lieferketten bedroht


Allein rund 170 Containerschiffe sitzen im Persischen Golf fest – und damit Ware aus 450.000 Containern. Auch Tausende Passagiere sind betroffen. Reedereien erarbeiten Notfallpläne.

(+) Schiffe sitzen fest: Wie der Krieg im Iran die Lieferketten bedroht

Die fragile Lage im gesamten Nahen Osten wirkt nicht nur über hohe Ölpreise auf die Weltwirtschaft. Absehbar führt der Irankrieg auch zu erheblichen Auswirkungen auf die Lieferketten. Der Flugraum ist in weiten Teilen gesperrt, viele Schiffe sitzen im Golf von Persien fest. Etwa 170 Containerschiffe mit insgesamt 450.000 Containern sitzen hinter der Straße von Hormus fest, so die Schätzung von Lloyd’s List, einem führenden Anbieter von Nachrichten aus der Schifffahrtsbranche. Das Fehlen dieser Ware dürfte für Verzögerungen und teilweise für Verwerfungen in der Industrie sorgen. Speditionen und Reeder reagieren mit Risikoaufschlägen auf die Lage, vor allem aber mit Umleitungen, soweit das noch möglich ist.

Die iranische In­sel Kharg ist ein gewaltiges Ölterminal. Nimmt man sie ein, fließt praktisch kein Tropfen mehr aus dem Land. Schon in der Carter-Ära wurde diskutiert, Kharg zu besetzen. Jetzt findet die Idee neuen Zuspruch.

Gabriel Felbermayr, der neue „Wirtschaftsweise“, sieht im Irankrieg auch Chancen für die hiesige Wirtschaft. Und er hält eine Begrenzung der Spritpreise für machbar.

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Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.

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